Erfahrungsbericht mit Praktikawelten von Saskia – Freiwilligenarbeit in Argentinien

Posted on Juli 6th, 2009 in Allgemein,Erfahrungsberichte by Julia

Erfahrungsbericht von Saskia, sie hat fünf Monate Freiwilligenarbeit im Bereich Unterrichten und Sozialarbeit in Argentinien geleistet.

“Ich wusste nicht so wirklich, was in Argentinien auf mich warten sollte. Man macht sich vorher so seine Gedanken, stöbert durch einige Reiseführer und versucht sich ein Puzzle seiner “neuen Heimat auf Zeit” zusammen zu puzzeln. Ich war gespannt auf die Vielfältigkeit des Landes und die so oft gelobte Gastfreundlichkeit der Argentinier. Was meine Projekte betraf war ich am meisten auf das argentinische Schulsystem und deren “Regeln” gespannt. Bei der Arbeit im Heim hatte ich etwas Bedenken, dass die Kinder am Anfang etwas zurückhaltend sind und man nicht so genau weiß, wie man auf sie zugehen soll.

Ich hatte mir schon vorgestellt, dass das Schulsystem im Gegensatz zu Deutschland schon gravierend anders ist, aber ich fand es erschreckend, dass wirklich so gut wie keine Mittel des Staates für die Schulen da sind. In Deutschland wäre so etwas undenkbar, aber die argentinischen Lehrer müssen ihre Lehrbücher selbst schreiben und gestalten.

Meine Bedenken im Voraus waren jedoch in beiden Projekten unbegründet, denn die Kinder stürmen sofort auf einen zu, wollen auf den Arm genommen werden und alles über einen wissen, vor allem die wichtigste Frage “tenés un marido” -”hast du einen Ehemann”. Und das in einer Grundschule! J

Während meines Projektes in der Grundschule hatte ich eine Viertageswoche. In Argentinien ist die Grundschule nach „turnos“ unterteilt und so hatte ich zwei Tage die Woche vormittags und zwei Tage nachmittags Schule. Wenn ich nachmittags arbeiten musste, habe ich meistens etwas länger geschlafen und dann in Ruhe gefrühstückt und ein kleines Pläuschchen mit meinen Mitbewohnern gehalten, denn bei zehn Leuten ist immer jemand da J

Ansonsten haben wir nachmittags meistens etwas unternommen… in Argentinien wird einem nie langweilig J

Argentinien bietet eine Vielfältigkeit an verschiedenen Vegetationen wie man es glaube ich in fast keinem anderen Land erfahren und erleben kann. Jede freie Minute, die uns blieb, haben wir zum Erkunden des Landes genutzt, haben jede Himmelsrichtung bereist, sei es die Hauptstadt Buenos Aires mit dem berühmten Tango, Patagonien und das Whale-watching oder in den Süden nach Salta mit den grandiosen “salinas grandes” – der größten Salzwüste!

Ich würde jederzeit wieder diesen Schritt wagen, auch wenn ich kurz vor meinem Abflug noch dachte “Mensch, was machst du da eigentlich”! Aber meine Entscheidung, nach dem Abi erst einmal ins Ausland zu gehen, habe ich auf keinen Fall bereut, im Gegenteil, die sechs Monate vergingen viel zu schnell und ich wollte die Zeit immer etwas zurück drehen oder festhalten, damit sie nicht so schnell vergeht.”

Der Auslandsaufenthalt wurde von Praktikawelten organisiert.

Erfahrungsbericht von Sandra – Freiwilligenarbeit in Peru

Posted on Juli 6th, 2009 in Allgemein,Erfahrungsberichte by Julia

Sandra hat drei Monate Freiwilligenarbeit in Peru gearbeitet.

“Tipp: Morgens um 6:45 Uhr auf dem Machu Picchu und der Morgennebel lichtet sich und legt diese antike Stätte frei – magisch!

Ich habe die kompletten 3 Monate in einer sehr netten Gastfamilie gewohnt. Am Anfang waren sie sehr zurückhaltend und ihre Kinder (23 und 26 Jahre alt) haben sich fast gar nicht mit mir unterhalten. Nach ca. einem Monat hatten wir uns aber schon ganz gut angefreundet – die Peruaner brauchen eine lange Aufwärmphase bis sie Vertrauen haben. Gegen Ende wurde ich wie die Tochter der Familie behandelt, war bei Familienfesten mit dabei und der Abschied war sehr tränenreich. Auch im Kontakt mit Gleichaltrigen habe ich gute Freunde unter den Einheimischen gefunden. Aber wie gesagt, es dauert immer etwas.

An den Wochenenden und über die Feiertage bin ich auch viel verreist (Valley Sagrado mit Machu Picchu, Arequipa und Colca-Canyon, Titikakasee mit Inseln und Puno etc.). Langeweile kam definitiv nie auf…

Ich habe im Kontakt mit den Kindern meine Spanischkenntnisse verbessert, eine neue Kultur und ein anderes Schulsystem kennengelernt. Ich habe gelernt, eine große Gruppe von bis zu 20 Kindern und mehr zu bändigen und hausaufgabentechnisch zu betreuen. Und ich habe insbesondere Erfahrungen in der Betreuung von verhaltensgestörten Kindern gesammelt.

Meine schönsten und lustigsten Momente waren:

  • Ostereiermalen mit den Kindern im Waisenhaus – eine neue Erfahrung für sie, da sie keine Ostereier kannten und es war eine herrliche Schmiererei und ein großer Spaß.
  • Meine Abschiedsfeier mit den Kindern – es gab Fanta und Kuchen und für jeden als Abschiedsgeschenk eine Tiertasse mit Süßigkeiten. Die Freude der Kinder war für mich das Schönste.

Fazit: Der Auslandsaufenthalt war auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Die Lebenserfahrung und auch kulturelle Bereicherung möchte ich nicht missen, auch wenn es manchmal hart war (Wassermangel, keine heiße Dusche, etc.)”

Der Auslandsaufenthalt in Peru wurde organisiert von Praktikawelten.