Erfahrungen Ghana
Halina war 12 Wochen im Projekt Unterrichten in Ghana:
“Um viertel vor acht bin ich zu der Schule gelaufen. Etwa um halb neun haben die Kinder angefangen zu beten und verschiedene Lieder zu singen. Da ich in einer Vorschulklasse unterrichtet habe, standen auf dem Stundenplan gerade die Zahlen und die Buchstaben. Dazu habe ich verschiedene Arbeitsblätter gestaltet, die ich mit den Kindern gelöst habe. Oft habe ich auch verschiedene Schreibübungen mit den Kindern an der Tafel gemacht. Zwischendurch haben wir gesungen oder Reime aufgesagt. Etwa gegen 12 Uhr gab es Mittagessen. Danach haben die Kinder ein bisschen geschlafen. In der Zeit habe ich meistens mit der Lehrerin die Hausaufgaben vorbereitet. So gegen 13.oo Uhr bin ich nach Hause gegangen. Nachmittags haben wir verschiedene Dinge unternommen. Wir waren zum Beispiel auf dem Kaneshie einkaufen, sind an den Strand gefahren oder haben kleine Ausflüge gemacht. Abends habe ich meistens ein paar Sachen für die Schule vorbereitet, Tagebuch geschrieben oder mit den anderen Bewohnern zusammen gesessen.
Besonders interessant waren für mich die Erfahrungen,die ich in der Schule gemacht habe. Da ich Grundschullehramt studiert habe, war es sehr spannend zu erfahren, wie die Schule in anderen Ländern abläuft. Viele Sachen von denen ich gelernt habe, dass man sie auf keinen Fall machen darf, werden in Ghanas Schulen gemacht. Ich denke durch meinen Unterricht konnte ich der Lehrerin zeigen, dass Unterrichten auch ohne schlagen funktioniert und sie hat auch einige Dinge von mir übernommen. Natürlich konnte ich den Unterricht nicht vollkommen verändern, aber ich denke, ich habe der Lehrerin ein paar interessante Anregungen gegeben.
Natürlich war es auch sehr aufregend ein völlig neues Land, andere Sitten und Einstellungen kennen zu lernen. Auch durch das Reisen an den Wochenenden habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt und Ghana von ganz verschiedenen Seiten kennen gelernt.
Die Einheimischen waren sehr offen und sind freundlich und hilfsbereit auf uns zugegangen. Besonders gut hat mir die lebensfrohe und spontane Art der Ghanaer gefallen, sie singen und tanzen sehr viel. Besonders schön war es, wenn die Kinder in der Schule eine kleine Tanzeinlage eingebracht haben, das war einfach zu süß. Man selbst lernt durch die Ghanaer vieles zu schätzen. Ich fand es faszinierend wie einfallsreich die Ghanaer Alltagsgegenstände oder auch Müll verwenden, so bauen sich die Kinder aus Sachen,die bei uns im Müll landen, die tollsten Spielsachen. ”
Mehr über den Freiwilligendienst in Ghana findest Du hier.
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