Erfahrungsbericht von Sandra – Freiwilligenarbeit in Peru

Posted on Juli 6th, 2009 in Allgemein,Erfahrungsberichte by Julia

Sandra hat drei Monate Freiwilligenarbeit in Peru gearbeitet.

“Tipp: Morgens um 6:45 Uhr auf dem Machu Picchu und der Morgennebel lichtet sich und legt diese antike Stätte frei – magisch!

Ich habe die kompletten 3 Monate in einer sehr netten Gastfamilie gewohnt. Am Anfang waren sie sehr zurückhaltend und ihre Kinder (23 und 26 Jahre alt) haben sich fast gar nicht mit mir unterhalten. Nach ca. einem Monat hatten wir uns aber schon ganz gut angefreundet – die Peruaner brauchen eine lange Aufwärmphase bis sie Vertrauen haben. Gegen Ende wurde ich wie die Tochter der Familie behandelt, war bei Familienfesten mit dabei und der Abschied war sehr tränenreich. Auch im Kontakt mit Gleichaltrigen habe ich gute Freunde unter den Einheimischen gefunden. Aber wie gesagt, es dauert immer etwas.

An den Wochenenden und über die Feiertage bin ich auch viel verreist (Valley Sagrado mit Machu Picchu, Arequipa und Colca-Canyon, Titikakasee mit Inseln und Puno etc.). Langeweile kam definitiv nie auf…

Ich habe im Kontakt mit den Kindern meine Spanischkenntnisse verbessert, eine neue Kultur und ein anderes Schulsystem kennengelernt. Ich habe gelernt, eine große Gruppe von bis zu 20 Kindern und mehr zu bändigen und hausaufgabentechnisch zu betreuen. Und ich habe insbesondere Erfahrungen in der Betreuung von verhaltensgestörten Kindern gesammelt.

Meine schönsten und lustigsten Momente waren:

  • Ostereiermalen mit den Kindern im Waisenhaus – eine neue Erfahrung für sie, da sie keine Ostereier kannten und es war eine herrliche Schmiererei und ein großer Spaß.
  • Meine Abschiedsfeier mit den Kindern – es gab Fanta und Kuchen und für jeden als Abschiedsgeschenk eine Tiertasse mit Süßigkeiten. Die Freude der Kinder war für mich das Schönste.

Fazit: Der Auslandsaufenthalt war auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Die Lebenserfahrung und auch kulturelle Bereicherung möchte ich nicht missen, auch wenn es manchmal hart war (Wassermangel, keine heiße Dusche, etc.)”

Der Auslandsaufenthalt in Peru wurde organisiert von Praktikawelten.

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